Deine Stimme für Berlin.
Zwei Wochen vor den Berliner Wahlen hatten etwa 1200 Schüler am OSZ Handel 1 bei drei Podiumsveranstaltungen Gelegenheit, Vertreter der fünf großen Parteien nach ihren Positionen zu befragen. Vor allem für die vielen Erstwähler unserer Schule waren die z.T. äußerst lebendigen Diskussionen sehr interessant.
„Warum liegt Berlin beim Bildungsranking an letzter Stelle?“ „ Wie bereiten Sie sich darauf vor, dass im nächsten Jahr ein Doppeljahrgang an die Unis will?“ „Die Miete meiner Wohnung beträgt 600 Euro. Was werden Sie gegen das Steigen der Mieten machen?“ „Warum fehlen Plätze in den Kitas? Mein Kind steht auf Platz 80 der Warteliste.“ So lauteten einige der vielen Fragen, die die Schülerinnen und Schüler den Politikern stellten. Aber auch in Diskussionsbeiträgen über Studiengebühren, die Benachteiligung von Migranten bei der Ausbildungsplatz- und Wohnungssuche, die City Tax , die Diätenerhöhungen, dem Mindestlohn und einer Steuererhöhung für Reiche wurde das rege Interesse der Schülerinnen und Schüler an politischen Problemen deutlich.
Die Politiker der fünf im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien SPD, CDU, Die Linke, Grüne und FDP waren meist Bewerber um ein Abgeordnetenhausmandat im Bezirk Friedrichshain –Kreuzberg und oft noch unter 30 Jahren. Sie fanden meist den richtigen Ton, um mit den Schülern zu sprechen. In den lebendigen, z.T. recht kontroversen Diskussionen wurden die Unterschiede bei den programmatischen Lösungsvorschlägen deutlich: Für und gegen den Ausbau der A 100? Für oder gegen Studiengebühren? Für oder gegen den Mindestlohn? usw. Im z.T. heftigen Applaus, in den Zwischenrufen, den Diskussionsbeiträgen und Gesprächen mit den Politikern im Anschluss an die Veranstaltung zeigten die Schüler ihre Emotionen und ihr lebhaftes Interesse. Die meisten von ihnen begriffen wohl, dass sie am Wahltag die Möglichkeit zum Auswählen aus z.T. gegensätzlichen Positionen haben.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Fachbereich Wirtschafts-und Sozialkunde des OSZ Handel 1 und der Politikfabrik, einer studentischen Beratungsgesellschaft, die an der Freien Universität gegründet und von der Landeszentrale für Politische Bildung finanziell unterstützt wird.
Die Veranstaltung wurde von drei Schülern unserer Schule geleitet: Robert Timm, Denis Möller und Florian Schönsee. Vor allem Robert Timm gelang es hervorragend, überlegt, strukturiert, gelassen und souverän die teilweise sehr heftigen und lebendigen Diskussionen zu moderieren. Ein Kompliment an die drei!
Angesichts der Wahl in Mecklenburg- Vorpommern, mit ihrer niedrigen Wahlbeteiligung von 51 % und dem erneuten Einzug der NPD in den Landtag, waren sich alle Organisatoren und demokratischen Politiker in ihrem Appell an die jungen Wähler unserer Schule einig:
Geht zur Wahl und verhindert den Einzug rechtsextremer Parteien!
„ Deine Stimme für Berlin!“ (Motto von Wahl Gang 11)