OSZ Handel I - Fachbereich Informatik

 
computer

[Home | Wirtschaftsgymnasium | Informatik]

computer

Informatik - was ist das?

Wie die Universitäten dafür werben

kabel


Informatik - was ist das?

Informatik ist die Wissenschaft von der systematischen Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Informationen, besonders der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Computern. Sie umfasst also ein breites Spektrum von Wissensgebieten und Tätigkeiten.

Das beginnt mit der Theorie, die - ähnlich den Gesetzen der Naturwissenschaften - grundlegende Erkenntnisse vermittelt, etwa über die prinzipielle (Un)Lösbarkeit eines Problems. Ein klassisches Problem ist z. B. die Frage: Gibt es einen Algorithmus, der die Korrektheit von Programmen überprüfen kann? Nein. gibt es gibt keinen.
Die Ergebnisse der theoretischen Informatik sind "zeitlos", auch die Entwicklung immer schnellerer Rechner oder eines ganz anders gearteten Rechners (was auch immer das sein mag) kann die Theorie nicht über den Haufen werfen.

Auf der Theorie baut die Algorithmik auf. Hier werden - die so genannte Programmierung im Kleinen - Standardabläufe, wie sie z. B. für Bibliotheksprogramme benötigt werden, entworfen, analysiert, realisiert und getestet. Dabei geht es nicht mehr um das prinzipiell Unlösbare, sondern darum, in möglichst kurzer Zeit optimale Lösungen oder - wenn dies nicht möglich ist - gute Näherungslösungen zu finden.

Zusammen mit Datenbankentwurf, Benutzungsoberflächengestaltung und anderem mehr dient die Algorithmik nunmehr der System-Realisierung - Programmierung im Großen - als Grundlage. Hier werden zahlreiche "kleinere" Algorithmen zu allgemein verwendbaren Systemen verarbeitet (in Hard und Software), die inzwischen in fast alle Bereiche des täglichen Lebens Einzug gehalten haben. Dazu gehören z. B. Textverarbeitungs- und Buchungssysteme, Waschmaschinensteuerungen, Auskunftssysteme, Computerspiele und Simulationen.

Und über allem schwebt die Anwendungsmethodik, d. h. das eigentliche Problemverständnis, bei dem es darum geht, Komplettlösungen, z. B. geografische Informationssysteme oder Steuerungen für Flugzeuge, für konkrete Anwendungsfälle nicht  nur zu planen und zu konfigurieren, sondern auch noch zu verkaufen und zu installieren. Neben Kenntnissen aus den zuvor beschriebenen Gebieten der Informatik sind daher hier auch Konzepte aus der jeweiligen Anwendung notwendig.

Berufsbilder

Das Berufsbild von Informatikerinnen und Informatikern ist inzwischen breit gefächert und ändert sich ständig. Während früher die Neuentwicklung von Software im Vordergrund stand, ist heute die Wiederverwendung und Konfiguration existierender Komponenten  und die Erschließung neuer Anwendungsbereiche wesentlich wichtiger.
Nach wie vor werden Informatiker häufig als Anwendungs- und Systementwickler eingesetzt, und dies nicht notwendigerweise in einem der großen Hard- und Softwarehäuser, sondern auch in allen Branchen. Aber auch in Unternehmungsberatungen und in der öffentlichen Verwaltung trifft man zunehmend  auf Informatiker. Außerdem ist ein Informatikstudium ein guter Ausgangspunkt für Management-Tätigkeiten. Relativ sicher kann man sich allerdings darüber, dass Diplominformatiker und Diplominformatikerinnen nur einen geringen Teil Ihrer Zeit als Programmierer eingesetzt werden, denn Programmieren ist nur eine von vielen Teilaufgaben in einem Projekt, zu dem beispielsweise auch  Planung, Beratung und Entwicklung neuer Konzepte gehören. Oft wird die eigentliche Programmierung  auch in Billiglohnländer ausgelagert.

Die Situation für Hochschulabsolventen

Die Situation für Hochschulabsolventen  ist derzeit sehr gut, die Zahl der Stellenangebote ist gegenüber dem Vorjahr wieder weiter gestiegen. Umfragen unter Berufsanfängern zeigen, dass sie sehr schnell einen Arbeitsplatz gefunden haben und dass dieser Arbeitsplatz ihren Wunschvorstellungen entspricht (vgl. DER SPIEGEL, 46/200, Sp.). Dies gilt übrigens für Frauen und Männer gleichermaßen, denn entgegen allgemeinen Vorstellungen ist die Informatik wegen ihrer planerischen und gestalterischen  Komponenten ein Studium, das auch für Mädchen attraktiv ist.

Ein Informatikstudium an einer Hochschule ist somit eine gute Ausgangsposition für das Berufsleben. Dazu dürfte beitragen, dass die methodischen Grundlagen (z. B. Datenbankentwurf, Netzwerkplanung), die einen der Scherpunkte der Hochschulausbildung darstellen, in der Praxis von Bedeutung sind.

(Aus der  Werbeschrift "Informatik-Fachbereiche an deutschen Hochschulen informieren über das Informatikstudium")


©  27. August 2005    Siegfried Spolwig

Seitenanfang