1. Einleitung & Einsatzmöglichkeiten
- Kostenlos für private Benutzer
- Sourcecode frei erhältlich, womit "Hintertüren" im Programm
ausgeschlossen sind
Einsatzmöglichkeiten:
- Verschlüsseln von Nachrichten (z.B. Emails)
- Verschlüsseln von Dateien und ganzen Festplatten
- Digitale Unterschriften
2. Funktionsweise von PGP:
Kein eigenständiges Verschlüsselungsverfahren, sondern ein Programm,
dass folgende Verfahren nutzt:
- Kompressionsverfahren: ZIP und
- Verschlüsselungsverfahren:
| Art |
Standard |
Unterstützt |
| Asymmetrisch |
DH/DSS ( Diffie-Hellmann/Digital
Signature Standard) |
RSA (Rivest, Shamir, Adleman) |
| Symmetrisch |
CAST (Carlisle, Adams, Stafford,
Tavares) |
IDEA (International Data
Encryption Standard), Triple-DES |
| Message Digest |
SHA |
MD5 (Message Digest Vers.5) |
Die asymmetrischen Verschlüsselung wird dazu verwendet, den Schlüssel für
das symmetrische Verfahren zu verschlüsseln, damit dieser mit der
codierten Nachricht geschickt werden kann.
Warum ein hybrides Verfahren?
-
asymmetrische Verfahren sind wesentlich vielseitiger
und bequemer in der Schüsselhandhabung
(sicheren Kanäle zum Schlüsselaustausch werden nicht mehr benötigt)
-
verkürzt die Rechenzeit gegenüber dem Rechnen mit
ausschließlich langen Schlüsseln der asymmetrischen Verfahren
-
soll angeblich die Sicherheit erhöhen (darüber gibt
es divergierende Meinungen)
3. Hinweise
Wie kann ich etwas verschlüsseln?
-
Nachrichten: Ausgangspunkt stellt das Programm
PGPTray dar. Wenn es gestartet wurde, ist es anhand eines Schlosssymbols
auf der rechten Seite der Startleiste zu sehen. Nachdem man den
geschriebenen Text markiert hat, wählt man o.g. Programm nach einem
Rechtsclick auf das Schloss im Menü "Aktuelles Fenster" (Current Window)
Verschlüsseln (Encrypt). Soll die Authentizität der Nachricht
gewährleistet sein, wählt man Verschlüsseln/Unterschreiben (Encrypt/Sign)
und die Nachricht wird gleich digital unterschrieben. Man kann den Text
auch in die Zwischenablage einfügen, nur muss man dann im Menü
Zwischenablage (Clipboard) die entsprechenden Optionen wählen
-
Dateien: im Kontext-Menü des Explorers, das nach
einem Rechtsclick auf eine Datei erscheint, kann man im Menü PGP\Verschlüsseln
(PGP\Encrypt) die Dateien verschlüsseln.
Allgemeine Hinweise und Tips zum Umgang im PGP:
-
Bei der Schlüsselerzeugung wird eine Emailadresse
benötigt, hier ist ein Mailkonto bei einem Freemailer (z.B. http://www.hotmail.de
) günstig, da sich diese Adresse selten ändert (die Mails können dann
auf das richtige Mail-Konto umgeleitet werden)
-
Von dem Private-Key immer eine Sicherungsdatei
anlegen, möglichst auf einer unscheinbaren Diskette und diese gut
verwahren (ansonsten ist man weder in der Lage verschlüsselte
Nachrichten zu lesen, noch seinen Schlüssel als ungültig zu erklären)
-
Zum Verschlüsseln einer Nachricht benutzt man den
Public-Key des Empfängers, dazu muss der Empfänger im Menü
Schlüssel\Exportieren (Keys\Export) den öffentlichen Schlüssel in einer
*.asc Datei speichern, der Sender muss die Datei durch Doppelklicken auf
diese im Explorer importieren
Wie kann ich Public-Keys meiner Kommunikationspartner
bekommen?
-
Exportierten Schüssel per Diskette oder anderem
Speichermedium transportieren
-
Exportierten Schüssel per Email verschicken
(Vergleich der Fingerprints!!!!!!!!!)
-
Download vom Keyserver
-
Download von der Homepage
Web of Trust:
-
Marginal trust: 1/2 trust, es werden 2 Signaturen von
unterschiedlichen Personen benötigt, um einen Schlüssel als gültig zu
erklären
-
Trusted Introducer: alle exportierten Schlüssel mit
der Signatur "Trusted Introducer" eines Benutzers, der als
vertrauenswürdig eingestuft wurde, sind beim Import automatisch gültig
-
Meta Intorducer: alle exportierten Schlüssel eines
Meta-Introducers haben automatisch das Attribut eines Trusted-Introducer
Beispiel.:
Die Schlüssel der Mitarbeiter sollen jeweils von einem Mitarbeiter der
Personalabteilung unterschrieben werden. Eine technische Realisierung läßt
sich so gestalten, daß jeder Mitarbeiter auf seinem Rechner den Schlüssel
der Personalabteilung mit einer nicht exportierbaren Unterschrift für
gültig erklärt. Weiterhin wird dieser Schlüssel auf allen Firmenrechnern
zum Meta-Einführer ernannt. Die Personalabteilung ihrerseits signiert die
Schlüssel ihrer Mitarbeiter und markiert sie als vertrauenswürdige
Einführer. Importiert nun ein Angestellter einen solchen Schlüssel, so
wird er aufgrund der beiden Intern (Abteilung: Meta-Einführer,
Mitarbeiter: vom Abteilungsschlüssel als vertrauenswürdiger Einführer
bestätig) als vertrauenswürdiger Einführer angesehen, das heißt,
vollautomatisch erhält dieser Schlüssel den Status "vertrauenswürdig".
Zertifizierungsstellen:
Links:
|