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Handel 1

Lisa Birkholz

Lisa BirkholzBis zur zehnten Klasse besuchte ich ein Gymnasium in Berlin Hellersdorf. Anfangs war ich dort zufrieden, dann wurden die Gymnasien verstärkt zusammengelegt, und die Schule wurde regelrecht zur "Massenabfertigung".
Nachdem auch meine schulischen Leistungen in der zehnten Klasse abnahmen, ich aber trotzdem ein gutes Abitur schaffen wollte, wagte ich einen Neustart. Für diesen Neustart besuchte ich einige Tage der offenen Tür an verschiedenen OSZ in Berlin. Denn mir war klar, dass ich nicht in eine schon bestehende Gymnasium-Klasse wollte. Beim OSZ würden alle von 0 anfangen. Schon beim Tag der offenen Tür sagte mir das OSZ Handel 1 am meisten zu. Die Lehrer empfingen einen freundlich und mit dem Schwerpunkt Wirtschaft in meinem Abitur hoffte ich, gut zurechtzukommen.

Besonders interessant fand ich tatsächlich die für mich neuen Fächer. Das (in der 12. und 13. Klasse freiwillige) Fach Recht gab mir einen sehr guten Einblick in die Grundzüge unseres Bürgerlichen Gesetzbuches. Das Gelernte ist absolut alltagstauglich. Genauso ging es mir mit den Fächern Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Ich hatte kaum Vorkenntnisse auf diesem Gebiet und habe den Wirtschaftsteil der Zeitung immer sofort weggelegt. Nun habe ich dank praktisch orientierter Unterrichtsmethoden ein umfassendes Wissen auf diesem Gebiet. Der Leistungskurs Wirtschaftsinformatik verlangt nicht unbedingt, dass man ein Informatik-Ass ist. Vielmehr spielt eine Rolle, dass man mithilfe des PCs Aufgabenstellungen, kleine und große Projekte lösen kann. Man lernt Dinge, die man auf einem "normalen" Gymnasium nicht lernt. So zum Beispiel das Präsentieren vieler Projekte, die die Schüler auf eigene Faust lösen müssen. Beim PC-Praktikum kann man außerdem den Freund Computer einmal richtig auseinander schrauben.

Auch in den Nebenfächern (z.B. Chemie/Biologie) wurde sich stets bemüht, den Lernstoff in Verbindung mit Praxis zu vermitteln.

Fast in jedem Fach wurden Exkursionen unternommen. Das kannte ich von meinem vorherigen Gymnasium kaum. Die Lehrer am OSZ Handel 1 machen sich viele Gedanken, ob es nun ein englischer Kinobesuch, ein Besuch im Botanischen Garten, ein Einblick im Arbeitsgericht, eine Theatervorstellung, eine Diskussion mit dem Datschenschutzbeauftragten von Berlin, Experimente im Uni-Chemielabor in Adlershof oder ein Besuch bei Opel in Rüsselsheim ist. Durch die Exkursionen und Projekte rückte man näher zusammen. Ich empfand die Atmosphäre zwischen Schülern und Schülern, aber auch zwischen Lehrern und Schülern sehr angenehm und entspannt.

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