Die Eselinitiative e.V. hat sich gegründet, um besonders Not leidende
allein erziehende Frauen in Eritrea von der Schwerstarbeit des
Wasserschleppens zu entlasten und ihnen eine Starthilfe zu geben.
Kooperationspartner ist die Nationale Eritreische Frauenunion (NUEW oder:
Hamade), eine halbstaatliche Organisation vor allem ehemaliger Kämpferinnen.
Sie hat selbst in den kleinsten Orten noch Ansprechpartnerinnen.
Wir überweisen
100 % aller Spenden in voller Höhe an die Frauenunion in Asmara.
Die Esel werden verschenkt.
Nun haben Frauen, die in der Vergangenheit oft nicht mal ein Huhn besessen
haben, einen
Esel. Von der Aussicht beflügelt, sich mit dem Esel eine zuverlässige
Einkommensquelle zu
verschaffen, durchbrechen viele Eselempfängerinnen das traditionelle
Rollengefüge: Sie
machen sich selbstständig, brechen in Männerdomänen ein, demonstrieren, dass
allein
erziehende Frauen nicht zu Armut verdammt sind, sondern dass sie mit einer
kleinen
Starthilfe Wohlstand für ihre Familie erreichen können. Wohlstand, den sie so
definieren:
genug Wasser, Brennholz zum Kochen, drei Mahlzeiten am Tag, Schule für die
Kinder, frei
sein von der Angst, am nächsten Tag keine Arbeit zu finden.
Haben die Frauen diesen bescheidenen Wohlstand erreicht und sich erholt, bauen
viele
Frauen sich ein gutes Haus und realisieren eigenständig Geschäftsideen. Mehr
darüber in den
Reiseberichten.
Der Esel bringt eine neue Rollenverteilung in die Familien: Wasserschleppen
ist Aufgabe nur
der Frauen und Mädchen, aber mit einem Esel gehen auch Jungen Wasser holen.
Für die Töchter bedeutet das: mehr Zeit zu haben, zur Schule gehen zu können,
vielleicht
sogar mal Zeit zum Spielen zu haben.
