Ehemalige Schülerin des Beruflichen Gymnasiums
besucht uns mit einer Schulklasse aus Finnland
Mit 16 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrerinnen haben wir kurz vor Weihnachten Berlin besucht. Eigentlich kommen wir aus Finnland, wo wir seit ein paar Jahren an einer gymnasialen Oberstufe sind. Während unserer 5-Tage-Reise haben wir auch die Gelegenheit gehabt, das Oberstufenzentrum Handel 1 zu besuchen.
Schon vor dem Besuch hatten wir gehört, dass es sich dabei um eine der größten Schulen Deutschlands handelt - und so war sie: Es gab eine mit unserer Schule verglichen großen Mensa, lange Treppen, den riesigen Schulhof mit all seinen Sportplätzen... Eine so riesige Schulbibliothek haben wir hier auch nicht – ganz zu schweigen von dem alten Schulgebäude aus Backstein. Und wie der Schulleiter Herr Scharke uns erzählt hat, lernen an der Schule 5.900 Schülerinnen und Schüler!
Wir kommen aus der zweitgrößten Stadt Finnlands, aus Espoo, mit 230.000 Einwohnern, und in unserer Schule gibt es etwa 450 Schüler. Beim Schulessen gab es mehr Alternativen, es ist zwar nicht kostenlos, wie bei uns in Finnland, aber ganz gut, finde ich. Außerdem bietet die Schule verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten – aber diese Schule ist auch wirtschaftlich orientiert, so wie unsere Schule in Finnland.
In Finnland gibt es auch keinerlei Kompetenzzentren, also war es was Neues für uns, als Herr Scharke über das Schulsystem berichtet hat. Was uns sicher allen auch auffiel, war der Altersunterschied unter den Schülern an dieser Schule.
Die finnischen Schüler haben ein paar Präsentationen gehalten, z.B. über das finnische Schulsystem und finnisches Design. Wir haben auch Zeit gehabt, mit einigen deutschen Schülern zu reden, und wahrscheinlich haben alle etwas Neues erfahren: Jetzt wissen hoffentlich alle, dass der richtige Weihnachtsmann aus Finnland kommt, und dass hier keine Eisbären auf den Straßen laufen.
Janita Allekotte, Espoo