Warum der Altbau des OSZ Handel 1 unter Denkmalschutz steht.
"Einzeldenkmal aus künstlerischen, geschichtlichen und städtebaulichen Gründen. Restteil einer größeren Kasernenanlage, in der Formgebung an Wiener Kasernenanlagen mit burgenartigen, wehrhaftem Festungscharakter orientiert. Beispiel für den Berliner Kasernenstil in Rohziegelbauweise, akademisch mit Rundbögen, Risaliten, gelber Ziegelfassade und vereinzelten Terrakotta-Bauschmuck.
Von ortsgeschichtlichem Interesse, erinnert an die Herauslegung der Kasernen an den damaligen Rand der Stadt Berlin. Mit seiner trutzigen Wehrhaftigkeit, den "Eckbastionen" und den mächtigen Rundtürmen des Mittelbaus, der langen Front an der Wrangelstraße von stadtbildprägender Bedeutung." (Begründung der Unterschutzstellung des Landesdenkmalamtes)
"Dank der Initiative der Wettbewerbssieger Krusnik und Reith wurde eine über 100 Jahre alte Kasernenanlage, die beim Wettbewerb keine Rolle gespielt hatte, in den Schulneubau einbegzogen. Den symmetrischen, gelben Backsteinbau hatten 1874-78 Heimerdinger und Schönhals für das "3. Garde-Regiment zu Fuß" errichtet. Seine lange Straßenfassade wurde durch zwei vorgezogene Türmchen und Eckrisaltite gegliedert. In die Struktur des Altbaus griffen die Architekten nicht ein. Lediglich beschädigte Bauteile wurden rekonstruiert und neue Fenster eingesetzt." (aus "Architekturführer Berlin" erschienen im Dietrich Reimer Verlag Berlin 1994, Seite 207)