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Kasernenbau des 19. Jahrhunderts in Berlin.



Der Kasernenbau war ein wichtiger Bereich im Bauaufgabenspektrum der preußischen Architekten. Im Zuge der Preußischen Reformen nach 1814 hatte es eine Reorganisation des Heeres gegeben. Jeweils ein Regiment sollte mit seiner Mannschaft zusammengefasst werden, es mussten dementsprechend Übungsplätze und Unterkünfte für die Heeresangehörigen geben. Dadurch wurden die Kasernene außerhalb des Standzentrums nach Moabit oder in den Südosten (Tempelhofer Vorstadt, Luisenstadt) gelegt. Nach 1848 wurde in Berlin mit dem Bau zahlreicher Kaserenen begonnen. Diese Bauttätigkeit verstärkte sich dann noch ab 1860.

Hervorgehobenen Mitteltrakt und betonte Flanken sind charakteristisch für diese Kasernen, wobei das Sockgeschoss (oftmals auch das Erdgeschoss) von den darüber liegenden Etagen durch ein Gesims getrennt und der Abschluss zum Dach hin ebenfalls betont wird. Im Allgemeinen sind der Mitteltrakt und die Flanken ein Stockwerk höher als der übrige Baukörper.

Diese Architektursprache betont mit allgemein verständlichen Elementen das Wehrhfate der Bauten. Hinzu kommen Details, die der klassischen Antike, dem Mittelalter oder z. B. der Renaissance entlehnt, noch zusätzlich auf den militärischen Zweck der Bauten hinweisen. Die Kasernenbauten ab 1848 sind in Berlin meist unverputzte Backsteinbauten.

Fassaden von Kasernen am Beispiel:

Ehemalige Garde-Dragoner-Kaserne Berlin-Kreuzberg Mehringdamm
Quelle: http://www.engr.psu.edu/deutschlandsarchitektur/berlin/rathaeuser/kaserne.html

Arsenal, ehemaliger militärischer Gebäudekomplex im Südosten von Wien
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Arsenal_(Wien)

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