Sport Berufsschule

In diesen Bildungsgängen findet der Sportunterricht in einem Kurssystem und vierzehntägig für zwei Stunden statt. Zu unserem Angebot, aus dem sich die SchülerINNEN pro Semester einen Kurs auswählen dürfen und müssen , zählen:

Badminton, Basketball, Fitness, Fußball, Hockey, Judo, Laufen/Walking, Spiele/Bewegung, Tanz/Gymnastik, Tischtennis und Volleyball.(Nur einer dieser Kurse darf zweimal belegt werden).

Diese Einteilung behalten wir bei, weil unsere annähernd erwachsenen SchülerINNEN mit diesen Sportarten bzw. Bewegungsformen aufgewachsenen und teilweise in ihnen sozialisiert sind. Ein davon völlig losgelöstes Kursangebot in Anlehnung an die Themenfelder würde unseres Erachtens bei den Schülern – unnötiges, der Motivation nicht förderliches - Befremden auslösen. Für geschickter halten wir demgegenüber unser Vorgehen, nämlich innerhalb der sportartspezifischen Kurse Unterrichtsstunden oder –einheiten gemäß den Themenfeldern unter verschiedenen Fragestellungen zu gestalten. Details hierzu finden sich in der Anlage – Inhaltliche Gestaltung der einzelnen Kurse.

 

Darüber hinaus gelingt uns eine sehr deutliche Loslösung vom althergebrachten „Sportarten-Trainingsbetrieb“ zum Beispiel im Bereich der Veranstaltungs- und Werbekaufleute, denen wir als Alternative zum Doppelstunden-Sportunterricht mehrtägige Sportfahrten in die schöne Natur Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns anbieten. Neben einer abwechslungsreichen, freizeitrelevanten sportlichen Betätigung in Form von Joggen / Wandern, Radfahren, Paddeln, Surfen, Reiten, Beachvolleyball, Fußball etc. können hier weitergehende Zielsetzungen aus den neuen (vorläufigen) Rahmenrichtlinien realisiert werden. Hervorzuheben ist hier etwa das gleichzeitige oder abwechselnde Erleben der Natur einerseits als (empfindliche) Quelle der Erholung sowie andererseits als (ebenso schützenswerte) abwechslungsreiche Sportstätte.

 

Ferner ermöglichen die Heranführung der Jugendlichen an ungewohnte Sportmaterialien und Bewegungsräume sowie die Vielseitigkeit des Angebots an Bewegungsformen – über die Entwicklung der sportlichen Handlungskompetenz hinaus - Entwicklungen in den Bereichen Personal-, Lern- und Methodenkompetenz. Das Tage und Nächte währende Lernen und Wetteifern, das Durchbeißen und gegenseitige Unterstützen wirkt sich nach unseren Erfahrungen sehr positiv nicht nur auf die allgemeine Sozialkompetenz der /des Einzelnen, sondern in besonderem Maße auf Zusammenhalt und Harmonie innerhalb der die restliche Schulzeit über weiter bestehenden Gruppengefüge aus.

 

Besondere Chancen bieten die durchgeführten Fahrten unseres Erachtens auch bezüglich folgender „Ziele und Inhalte“ des Sportunterrichtes laut Rahmenlehrplan: 2.1 „Gesundheit fördern“, 2.2 „Wahrnehmungsfähigkeit ausbilden“, 2.3 „Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten entwickeln“, 2.4 „Verantwortlich handeln,“ sowie 2.5 „Bewegungsformen und Bewegungsräume entdecken und erleben“.

 

Insgesamt gesehen versuchen wir in und mit unserem Sportunterricht in psychischer wie physischer Hinsicht ein Gegengewicht zu dem typischen Belastungsprofil in Ausbildung und Berufstätigkeit ‚unserer’ Jugendlichen der einzelnen Bildungsgänge aufzubauen: Sich (mal) gehen lassen und austoben dürfen statt sich (dauernd) zu beherrschen und zu funktionieren; vielseitige, lockere Bewegung statt einseitiger, verkrampfender Belastung durch langes Stehen (oder Sitzen) und zermürbendes Heben von Lasten. Durch Motivation und Befähigung zu lebenslangem Sporttreiben bezwecken wir, den aus den speziellen körperlichen Beanspruchungen im Alltag häufig entstehenden Krankheitsbildern entgegenzuwirken!