Warenverkauf - Einzelhandel

Waren- und verkaufskundliche Kompetenz

 

Das Fach Warenverkauf

 

Ein wesentlicher Baustein in der Ausbildung im Einzelhandel ist das Erreichen einer waren- und verkaufskundlichen Kompetenz. Diese stellt eine qualifikatorische Grundvoraussetzung der Beschäftigten im Einzelhandel dar und muss sich auch im unterrichtlichen Geschehen widerspiegeln.

 

Die Schule verfügt über 2500qm Grundfläche für dieses Lerngebiet. Um bauliche Kerne branchenspezifisch eingerichteter Sammlungsräume gruppieren sich 28 Fachräume, die überwiegend als Kleingruppenräume für 12 bis maximal 15 Schüler ausgelegt sind. Besondere Fachräume wie Lehrküche, Fotolabor, Verkaufsstudio mit Videokamera, EDV-Räume und Mediothek, schaffen gute Voraussetzungen für die Unterrichtsdurchführung.

 

Eine weitere schulische Dienstleistung ist das Angebot einer Qualifikation in Form der Zusatzprüfung "Spezielle Warenkunde und Kundenberatung". Die Teilnahme ist freiwillig. Sie findet einmal pro Jahr (Sommer) unter Federführung der IHK Berlin statt, die auch die Zertifizierung übernimmt.

 

Was können wir im Unterrichtsfach Warenverkauf bieten?

  • Verkaufskunde
    Für den verkaufskundlichen Teil liegt der lernfeldorientierte KMK-Rahmenlehrplan zugrunde (Lernfelder 2 und 10).
  • Warenkundliche Strukturkenntnisse im Warenbereich Bei der Vermittlung warenkundlicher Kenntnisse konzentriert sich der schulische Teil der Ausbildung auf die Legung von Strukturkenntnissen. Die Schüler sollen durch den Unterricht im Fach Warenverkauf in die Lage versetzt werden, unabhängig von spezifischen Sortimenten in den Ausbildungsbetrieben gemeinsame grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben. So geht der Unterricht zwar vom konkreten Produkt aus, entwickelt aber daran auf andere Produkte derselben Sorte übertragbare Kenntnisse. Produktschulungen der Ausbildungsbetriebe können diese Grundlagenkenntnisse nutzen und darauf  aufbauen.
  • Waren- u. Verkaufskompetenz im nutzenbezogenen, auf kunden- bzw. verwendungsgerechte Argumentation ausgelegten Beratungskontext (exemplarisch).
  • Die Verquickung verkaufs- und warenkundlicher Inhalte in konkreten Anwendungssituationen (Problemlösungskompetenz).
  • Hoher Praxisbezug und Anwendungsorientierung.
  • Ausgleich von Defiziten in der betrieblichen Vermittlung von waren- und verkaufskundlichem Wissen.

 

 

Darüber hinaus hat der Unterricht die Aufgabe, eine Synthese zwischen ökonomischer Handlungsorientierung und schulischem, allgemeinen Bildungsauftrag einzulösen. Hierzu gehört:

  • Betriebsspezifisch-ökonomische Perspektiven und deren Verhaltenskodex bewusst zu machen (zu reflektieren und zu hinterfragen).
  • Betriebsübergreifende, menschlich, moralische und nachhaltige Vorstellungen zu erarbeiten und so Handlungssicherheit schaffende Wertmaßstäbe zu entwickeln.
  • Den Blick auf die Person des Lernenden und deren individuelle Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf Selbständigkeit, Sozialkompetenz, eigenverantwortliche Arbeitsweisen und Teamfähigkeit zu richten.
  • Emotionale wie rationale  Handlungskomponenten gleichwertig zu fördern.

 

Das Angebot eines branchenspezifischen Unterrichts in Warenverkauf wird am OSZ Handel 1 offensiv vertreten. Überlegungen zur Straffung, Nachfrageorientierung und Flexibilisierung des Bereichs Warenverkauf haben in Absprache mit IHK/Betrieb/Schule zu einer Neuschneidung der Branchen im Jahr 2006 geführt.  Die  Schwerpunkte der einzelnen Arbeitspläne finden sich in den Planungsübersichten.

 

Weitere Informationen: