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Erfahrungsbericht »Story of Berlin« (Grundkurs Geschichte - Erstes Kurshalbjahr)

Erfahrungsbericht »Story of Berlin«

Bericht über die Ausstellung

Die Ausstellung fand am Donnerstag, den 14.12.2017 statt. Treffpunkt war um 9:30 Uhr am Kurfürstendamm vor der Ausstellung ,,The Story of Berlin“. Beginn der Ausstellung war allerdings um 10:00 Uhr. Wir wurden mit einem Museumsführer durch die Ausstellung begleitet. Er hat uns wesentliche Aspekte der deutschen Geschichte vermittelt, die uns teilweise neu waren.


Angefangen hat die Führung im Bunker, in dem uns gezeigt wurde, was passiert wäre, hätte noch ein Krieg stattgefunden. Wir wären in diesem Bunker mit tausenden von fremden Menschen untergekommen, in dem allerdings nicht jeder reingekommen wäre, denn es passt nur eine bestimmte Anzahl von Menschen in den Bunker. Neben der Funktion des Bunkers haben uns die Tourguides die ganzen Einrichtungen des Bunkers gezeigt: das Badezimmer und die Toiletten, die Krankenstation und Küche und anschließend die Luftfilteranlage und Betten.

 

Es war erschreckend zu bemerken, unter welchen Bedingungen wir hätten leben müssen. Die Toiletten waren nicht von Kabinen umgeben, sondern mit Vorhängen ausgestattet, so dass sich die Leute nicht einschließen konnten, um Zeit für sich zu haben. Dann wurden uns die Waschräume gezeigt, in denen aufgrund von Selbstmordgefahr und Eskalationen falls es zu Konflikten kommt, keine Spiegel an den Wänden hingen.

Dann sind wir weiter zur Küche gegangen, in der uns gesagt wurde, dass hier nur ein Vorrat an Konservendosen für zwei Wochen bestand. Eine Dose müsste für jeden einen ganzen Tag ausreichen.
Danach wurde uns der Ersthilferaum gezeigt. Allerdings wären keine richtigen Ärzte zur Verfügung gestellt worden, weil man davon ausging dass einer der vielen Insassen Arzt ist. Dieser müsste sich dann um die Verwundeten und Kranken kümmern. Allerdings stehen diesem nicht viele Mittel zur Verfügung außer das nötigste. Operationsbesteck und Narkosemittel stehen nicht zur Verfügung. Aufseher gibt es auch, allerdings sehr wenige -sechs bis acht Aufseher pro Bunker. Diese haben auch ihre eigenen Schlafplätze, die abgegrenzt von den Insassen sind.

Die Betten der Insassen sind alle eng aneinander gereiht und gestapelt. Wir würden alle eng aneinander liegen umdrehen während des Schlafens wäre kaum möglich ohne plötzlich auf seinem nebenan zu liegen. Die Betten sind auch nicht wirklich stabil, sie sind sehr dünn und klein. Zuletzt wurde uns noch die Luftfilteranlage gezeigt, die für das Filtern der schlechten Luft zuständig ist. Allerdings sorgt diese nur für geringe Säuberung der Luft. Auf Dauer würde aufgrund des Atmens eine Raumtemperatur von 30-40°C herrschen und eine hohe Anzahl an Bakterien würde sich ansammeln, was dafür sorgt, dass Seuchen und andere Krankheiten ausbrechen. Das hat viele von uns wirklich beunruhigt, da wir auch erfahren haben, dass bis vor einigen Jahren dieser Bunker in Betrieb gehalten wurde, falls es zu einem erneuten Krieg kommen würde. Auch haben wir erfahren, dass es noch einige Bunker in Deutschland gibt, die weiterhin für den Fall eines Krieges intakt gehalten werden.

 

Bericht über Führung 1

Die Führung war sehr gut. Sie war auch sehr informativ und detailliert, ich zumindest habe durch die Museumsführerin mehr erfahren als ich vorher wusste. Man konnte sich aber nicht frei bewegen in dem Museum, bis auf die 5-Minuten-Pausen zwischendurch. Ich glaube, es war einiges mehr zu sehen in dem Museum, aber im Allgemeinen war es sehr gut.

 

Bericht über Führung 2

Die Führung war im Gesamtbild gut organisiert. Dadurch dass es eine noch sehr junge Dame war, hat sie uns Schüler gut erreicht. In unseren Augen hätte es eine ältere Person nicht so spannend verpackt. Ebenso wurden die Schüler durch interaktive Fragen in die Führung eingebunden und konnten so ihr Wissen testen, womit die Aufmerksamkeit der Schüler aufrechterhalten wurde. Jedoch hätte sie an manchen Stellen etwas härter durchgreifen können, was jedoch durch die Altersgruppe der Schüler schwer war. Ebenso hätte man die Pausen etwas länger machen können, da die Zeit nicht reichte, sich ein bisschen umzuschauen. Jedoch war die Tour in unseren Augen gelungen und das Geld wert.

 

Bericht über den Bunker

Die Mehrzweckanlage Kudamm-Karree ist eine Bunkeranlage, die sich im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage am Kurfürstendamm befindet. Das Parkdeck konnte zu einem zivilen Schutzraum für 3592 Personen umgebaut werden. Das reicht nicht mal für 2% der Bevölkerung Berlins. Die Anlage wurde 1974 während des Kalten Krieges errichtet und kann nach offiziellen Angaben einer Kernwaffenexplosion standhalten. Außerdem verfügt die Anlage über Toiletten und eine Notküche. Die Mahlzeiten der Schutzsuchenden bestand ausschließlich aus kalten Speisen aus der Konservendose z.B. Erbsen-Eintopf oder Bohnen-Eintopf etc. Duschen konnten die Menschen nicht, weil man Wasser sparen musste. Und die Menschen sollten nicht für das Duschen Wasser verschwenden.

09.03.2018 - Text und Fotos: Berufliches Gymnasium - Grundkurs Geschichte - Erstes Kurshalbjahr