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Luisenstadt

Die Kaserne des 3. Garderegimentes-zu-Fuss wurde in der damaligen Luisenstadt gebaut, errichtet auf dem Gelände des Köpenicker Feld eine Zollmauer gezogen, die Cöllnische Vorstadt entsteht. Dadurch kommen Handwerker aus der Friedrichstadt und Neucölln in die bis dahin mäßig besiedelte Gegend. Ein paar Jahre später plant Peter Joseph Lenne die Luisenstadt am Reißbrett.

 

Nach dem Neubau von Wohn- und Gewerbevierteln wird die Cöllnische Vorstadt 1802 in Verehrung der Königin Luise von Preußen in Luisenstadt umbenannt. Schon damals plante man die Städte so, dass die Wirtschaft gut wachsen konnte, und das tat sie auch in der Luisenstadt.

 

Die Spree war ein guter Transportweg, außerdem wurden extra Kanäle angelegt. Viele Bauern kamen infolge der Preußischen Reformen, die u.a. die Erbuntertänigkeit aufhoben, in die Stadt um Arbeit zu suchen. Gewerbetreibende wurden angezogen durch das reichhaltige Angebot an Arbeitskräften und der guten Infrastruktur, die aus denn gut ausgebauten Wasserwegen, den Bahnhöfen (Görlitzer Bahnhof, Anhalter Bahnhof) und den auch gut angelegten Straßen (Köpenicker Straße, Skalitzer Straße, Zeughofstr., u.a.) bestand. Das Wappen ist ein Link auf  http://www.ngw.nl/int/dld/l/images/luisenstadt.jpg

 

So wuchs die Bevölkerung beständig. Lebten 1827 noch 16.742 Einwohner in der Luisenstadt, so waren es 1864 schon 119.443 Einwohner. Dies bedeutete ein Wachstum von über 713%. 1861 wurde außerdem die Akzisemauer (Zollmauer) niedergelegt und von da an wurden auch viele Mietshäuser als Renditeobjekte errichtet. Eine maximale Ausnutzung der Grundstücke ließ die neue Bauordnung von 1853 zu. Fortan wurden die Baugrundstücke sehr schmal und tief, da der Grundeigentümer sich an den Straßenbaukosten beteiligen musste und diese deshalb so gering wie möglich halten wollte.
15.10.2007  Johann Penon