Erfahrungsbericht zum Ausflug zur Gedenkstätte an der Berliner Mauer in der Bernauer Straße

Der Ausflug fand am 07. Juni 2019 um 10 Uhr vormittags statt. Wir Schülerinnen und Schüler sollten uns Punkt 10 Uhr vor dem Haupteingang des Workshops zur Berliner Gedenkstätte einfinden. Als wir uns alle zusammengefunden haben, wurde uns ein Guide zur Seite gestellt, der uns die Berliner Mauer entlang führte und uns detailliert über alles aufklärte. Er erzählte uns, was alles vor dem Mauerbau geschah bis hin zur Sprengung der Berliner Mauer. Das Ganze hatte eine zeitstrahlähnliche Struktur, was es uns Schülerinnen und Schülern leicht gemacht hat, allem strukturiert und aufmerksam zu folgen. Anhand seines Führungsstiles hat man gemerkt, dass unser Guide sehr organisiert war und Spaß an dem hat, was er dort macht. Es war ziemlich spannend und seine Erzählungen waren auch ziemlich mitreißend.

Die 1½ Stunden Führung kam uns daher wie wenige Minuten vor. Besonders gut hat uns die Führung entlang der Gedenktafeln gefallen. Es war gleichsam sehr emotional und menschlich. Grausam war jedoch, dass diese Menschen durch eine Mauer gestorben sind, die ihnen Chancen und Glück verwehrt hatte. Es gab in Berlin viele Mauertote-momentan wird von 140 ausgegangen. Es war etwas von jeder Altersklasse dabei, von kleinen Kindern bis hin zu alten Menschen. Keiner der nach seinem individuellen Glück strebte, entkam dem schrecklichen Schicksal der Mauer. Das hat meine Gruppe und mich sehr schockiert und zum Nachdenken bewegt. Wir empfanden eine Art von unterschwelliger schlechter Laune und Trauer. Des Weiteren fanden wir interessant, wie die Mauer strukturiert war und überlegt wurde, wie die Mauer konzipiert sein müsste, sodass nicht mal sehr sportliche Menschen es darüber schaffen. Im Großen und Ganzen war die Führung wirklich gelungen und ich würde jedem weiteren Geschichtskurs oder Einzelpersonen empfehlen, an so einer Führung teilzunehmen.

Im zweiten Teil der Exkursion haben wir uns die Ausstellung im Dokumentationszentrum angesehen. Dazu haben wir in Gruppen unterschiedliche Aufgaben zur Recherche bekommen, dessen Ergebnisse wir im Anschluss präsentieren sollten. Die Aufgaben behandelten unterschiedliche Zeiträume der Berliner Mauer. Im Vordergrund standen die Gefühle der Menschen und deren Lebensbedingungen in Ostberlin.

Die Exkursion war sehr aufschlussreich und informativ. Durch die Führung erhielten wir einen vertiefenden Eindruck von der Berliner Mauer. Durch die Informationen im Dokumentations-zentrum konnte man sich das Leben mit der Mauer gut vorstellen und die Gründe zur Flucht nachvollziehen.

Das was uns am meisten beeindruckt hat, war, wie ich bereits erwähnte, die Gedenktafel und die vielen schrecklichen Schicksale derjenigen, die auf der Tafel wieder zu finden waren. Und man sollte stets im Hinterkopf behalten, dass diese vielen toten Menschen nicht die Dunkelziffer abdecken und es immer noch ungeöffnete Stasiakten gibt, die noch mehr Todesfälle aufweisen können. Zum Abschluss des Berichtes möchten wir hinzufügen, dass wir auch die ganze Atmosphäre und die Gestaltung der Gedenkstätte originell fanden.

Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Geschichte von Herrn Espenschied